Kopfschmerzen nach dem Lesen, am Bildschirm oder beim Autofahren werden häufig auf Stress, Schlafmangel oder schlechtes Licht geschoben. Und manchmal stimmt das auch. Aber oft steckt etwas anderes dahinter: Die Augen müssen mehr arbeiten als sie sollten – und das merkt man im Kopf.
Die häufigste Ursache: Überlastete Augenmuskulatur
Wenn die Sehstärke nicht optimal korrigiert ist, muss die Augenmuskulatur dauerhaft Ausgleichsarbeit leisten, um ein halbwegs scharfes Bild zu erzeugen. Das kostet Kraft – und führt über kurz oder lang zu Erschöpfung und Kopfschmerzen. Man spricht dann von sogenannten Spannungskopfschmerzen, die typischerweise stirn- oder schläfenbetont auftreten und nach längerer Sehtätigkeit zunehmen.
Besonders anfällig sind Menschen, die:
Bildschirmarbeit: Ein besonderer Stressfaktor
Der Blick auf einen Bildschirm ist für die Augen anspruchsvoller, als das Lesen auf Papier – wegen Pixelstruktur, Kontrast, Reflexionen und der Tatsache, dass wir beim Starren auf Bildschirme deutlich seltener blinzeln. Weniger Lidschlag bedeutet weniger Befeuchtung und trockene Augen erschöpfen schneller. Das Ergebnis: Kopfschmerzen am Nachmittag, die fälschlicherweise auf den langen Tag geschoben werden.
Weitere mögliche Ursachen
Wann zum Arzt?
Gelegentliche Kopfschmerzen nach intensiver Bildschirmarbeit sind keine Seltenheit. Wer sie aber regelmäßig bekommt – besonders im Zusammenhang mit Sehtätigkeiten – sollte zunächst die Sehstärke kontrollieren lassen. Ein Optiker oder Augenarzt kann in den meisten Fällen schnell Klarheit schaffen.
Sofort zum Arzt, wenn Kopfschmerzen begleitet werden von:
Fazit
Kopfschmerzen und Sehen hängen öfter zusammen, als man denkt. Wer regelmäßig nach dem Lesen oder am Bildschirm Kopfschmerzen bekommt, sollte das nicht einfach aussitzen – oft reicht eine Brillenanpassung, um das Problem zu lösen.