August 17, 2026

Was hilft bei trockenen Augen?

Warum werden Augen überhaupt trocken?

Das Auge ist auf einen stabilen Tränenfilm angewiesen – eine hauchdünne Schutzschicht, die es feucht, sauber und geschützt hält. Wenn dieser Film nicht ausreichend gebildet wird oder zu schnell verdunstet, spürt man es: als Brennen, Kratzen, Fremdkörpergefühl oder paradoxerweise als übermäßiges Tränen – das Auge versucht dann, den Mangel mit zusätzlichen Tränen zu kompensieren, was nur mäßig funktioniert.

Typische Auslöser sind:

  • Lange Bildschirmzeiten – wir blinzeln beim Starren auf Monitore deutlich seltener als sonst
  • Trockene Raumluft, besonders im Winter durch Heizungsluft oder im Sommer durch Klimaanlagen
  • Kontaktlinsen, die den Tränenfilm zusätzlich beanspruchen
  • Bestimmte Medikamente können ein trockenes Auge begünstigen, zum Beispiel Antihistaminika oder Blutdruckmittel
  • Eine Ernährung mit zu wenig Omega-3-Fettsäuren und wichtigen Vitaminen kann das Risiko für trockene Augen erhöhen.
  • Hormonelle Veränderungen, häufig bei Frauen in den Wechseljahren
  • Zu wenig Schlaf oder zu viel Kaffee – zwei Dinge, die im Alltag gerne Zusammenkommen

Was hilft wirklich?

Die gute Nachricht: In vielen Fällen lässt sich mit einfachen Maßnahmen schon viel erreichen.

Augentropfen ohne Konservierungsstoffe – sogenannte künstliche Tränen – sind der erste und häufig sehr wirksame Schritt. Sie sind rezeptfrei und können bedenkenlos regelmäßig angewendet werden. Wichtig: auf „konservierungsstofffrei“ achten, denn Konservierungsmittel können die Augenoberfläche auf Dauer reizen.

Darüber hinaus helfen folgende Maßnahmen im Alltag:

  • Regelmäßig bewusst blinzeln – besonders am Bildschirm. Klingt banal, wirkt aber.
  • Luftbefeuchter im Büro oder Schlafzimmer aufstellen, wenn die Luft sehr trocken ist
  • Den Bildschirm nicht zu hoch positionieren – leicht unter Augenhöhe reduziert die geöffnete Augenfläche und damit die Verdunstung
  • Wichtige Nahrungsergänzungsmittel wie Omega 3 ggf. supplementieren
  • Regelmäßige Pausen nach der 20-20-20-Regel: alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas schauen, das 20 Fuß (ca. 6 Meter) entfernt ist
  • Ausreichend trinken – auch die Tränenproduktion hängt vom Wasserhaushalt ab

Wann zum Arzt?

Wer mit den genannten Maßnahmen keine Besserung erlebt, oder wer zusätzlich unter Rötungen, Lichtempfindlichkeit oder veränderter Sehschärfe leidet, sollte einen Augenarzt aufsuchen.

Fazit

Trockene Augen sind lästig, aber meist gut in den Griff zu bekommen. Wer häufig daran leidet, sollte nicht einfach darüber hinwegsehen – im wörtlichen Sinne. Ein paar Augentropfen zur richtigen Zeit, eine kleine Änderung am Arbeitsplatz oder ein Gespräch beim Optiker können schon viel bewirken. Die Augen leisten täglich Großes. Ein bisschen Pflege dürfen sie dafür schon erwarten.

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