Warum werden Augen überhaupt trocken?
Das Auge ist auf einen stabilen Tränenfilm angewiesen – eine hauchdünne Schutzschicht, die es feucht, sauber und geschützt hält. Wenn dieser Film nicht ausreichend gebildet wird oder zu schnell verdunstet, spürt man es: als Brennen, Kratzen, Fremdkörpergefühl oder paradoxerweise als übermäßiges Tränen – das Auge versucht dann, den Mangel mit zusätzlichen Tränen zu kompensieren, was nur mäßig funktioniert.
Typische Auslöser sind:
Was hilft wirklich?
Die gute Nachricht: In vielen Fällen lässt sich mit einfachen Maßnahmen schon viel erreichen.
Augentropfen ohne Konservierungsstoffe – sogenannte künstliche Tränen – sind der erste und häufig sehr wirksame Schritt. Sie sind rezeptfrei und können bedenkenlos regelmäßig angewendet werden. Wichtig: auf „konservierungsstofffrei“ achten, denn Konservierungsmittel können die Augenoberfläche auf Dauer reizen.
Darüber hinaus helfen folgende Maßnahmen im Alltag:
Wann zum Arzt?
Wer mit den genannten Maßnahmen keine Besserung erlebt, oder wer zusätzlich unter Rötungen, Lichtempfindlichkeit oder veränderter Sehschärfe leidet, sollte einen Augenarzt aufsuchen.
Fazit
Trockene Augen sind lästig, aber meist gut in den Griff zu bekommen. Wer häufig daran leidet, sollte nicht einfach darüber hinwegsehen – im wörtlichen Sinne. Ein paar Augentropfen zur richtigen Zeit, eine kleine Änderung am Arbeitsplatz oder ein Gespräch beim Optiker können schon viel bewirken. Die Augen leisten täglich Großes. Ein bisschen Pflege dürfen sie dafür schon erwarten.